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Rototom

Nachts sind die Wolken über Benicassim fast ebenso rötlich wie der Sand der Berge. Durch die Äste des Mandelbaums lassen sie sich am tiefblauen Himmel beobachten. Dazwischen das Silber der Sterne. Tagsüber flimmert die Luft am Strand und das Meer in allen Nuancen von Türkis und die Bäume machen Geräusche.  Oder wohl eher die Tiere in den Bäumen. Ein knarzendes Surren, das an- und abschwillt und sich in die herüberschallende Musik mischt.  Ich liege in der Hängematte meiner Zeltnachbarn und lasse alles baumeln, was man so baumeln lassen kann: Die Füße, die Arme, die Haare, die Seele. Lu lässt auch baumeln. Es ist der letzte Abend und obwohl ich mich auf ein richtiges Bett und allerlei anderes Komfortables freue, wird mir mit einem Blick auf die uns umgebende Szenerie klar, dass ich auch eine ganze Menge vermissen werde. Genau diesen Moment zum Beispiel. Unter freien Himmel in der Hängematte dösen, der Wind pustet dir die Schweißperlen von der Stirn, von überall Musik. Oder: Den ganzen Tag am Meer verbringen, umgeben von lauter Dreadheads und Friedenspfeife …

Splash, digga

Ein paar Dinger vom Splash. Splash war wie immer ein solides Ding. Warum all die guten Acts auf der Seebühne spielen mussten, ist mir allerdings ein Rätsel. Nichts gegen deren familären Charme. Aber man könnte sich schon fragen, was das über HipHop aussagt, dass Witten Untouchable und Samy und Mega und alle, die kleine Bühne kriegen, während CRO auf der Hauptbühne performt… Na ja, gestänkert werden soll hier nicht und was den Status Quo des HipHop angeht haben sich schon ganz andere Menschen Gedanken gemacht. 1//2// Warten auf den Zug am ältesten Bahnhof Deutschlands. Gleich mal ein paar Promobilder aufgenommen. An die Deutsche Bahn AG: Bei Interesse bitte melden. Wir stellen die Aufnahmen gerne für eine Imagekampagne zur Verfügung.  3//Warten auf den Shuttlebus. 4//5// An den beiden Fotos lässt sich ungefähr die Wartezeit abschätzen. Liebes Splashteam, lieber Busfahrer, lieber Werauchimmerverantwortlichwar: Was war da los? Gut, dass es Mittel und Wege gibt, sich die Zeit zu vertreiben. Zum Beispiel: 6//Ausgestetzte Einkaufswagen photografieren. Dieser hier sucht ein neues Zuhause. Ist ein ganz braver. Und nützlich obendrauf. Mag …

HBK Rundgang

Mehr so das Drumherum, weniger die Ausstellungsstücke selbst. Was nichts über deren Qualiät verrät, eher über meine Konzentrationsfähigkeit oder den Drang oder den Zwang oder nenntesdochwieihrwollt ständig neben den Dingen zu stehen. Nicht auf einer anderen Hochzeit zu tanzen, aber auf jeden Fall neben dem Beat. Ist aber auch einfach schön da. Wär schon wieder am Liebsten eingezogen. Die Größe. Das Licht. Der Blick. Die Farbflecken. Das Chaos in den Ecken. Die alten Sitzmöbel. Selbst das Notausgangschild (auch so ein Thema: Mein Hang zu Piktogrammen…) – ein Traum. Der Flur. Das Holzskateboard (diese Möglichkeiten! Ich seh mich schon durch die Flure pesen!) Hach! Was wäre es schön…  

Outtakes

Manchmal hat man ein goldenes Händchen. Und manchmal geht alles schief. Da steht man also erwartungsfroh im DM, nach einer langen Woche warten (warum dauert das eigentlich mittlerweile eine Woche?! Das ist mir eindeutig zu lang!), hat sogar zwei Filme entwickeln lassen, öffnet die Taschen und stellt fest: Beide Filme bestehen nahezu nur aus schlechten Aufnahmen. Also aus verwackelten, über-oder unterbelichteten und solchen mit seltsamen Ausschnitt. Herbe Enttäuschung. Hätte ich fast Pippi inne Augen gehabt. Dann aber Tränchen noch mal runtergeschluckt (oder eher: zurückgesogen) und versucht das Posivite zu sehen. Klar, manche Fotos sind echt einfach nur DOOF. Aber ein paar haben ihren ganz eignen Reiz. Gerade weil sie ihre Fehler haben. Undjamankönntejetzteineüberleitungzumlebenimallgemeinenmachenundwarummaneinendickenhaufen aufdasimmermehrzunehmendestrebennachperfektionsetztensollteaberdaslasseichmallieberandieserstelle. -Over and out –