Alle Artikel in: Warum nicht

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Geburtstagwünsche für Lieblingsmenschen sprüht man eigentlich an Hauswände. Wenn man genug Mumm hat. Alle anderen tun so als sei einen Blogeintrag zu verfassen genauso cool.

{Warum nicht den liebsten Menschen sagen, dass man sie gern hat. Deswegen hier: Ein Text über Wünsche für deinen Geburtstag, warum ich auf weniges stolz bin, aber auf uns und was unsere Freundschaft mir bedeutet. Alles gewürzt mit viel Liebe und einer dreifachen Prise Dankbarkeit.} Es gab bisher (noch) kein Geschenk für dich, weil ich total pleite bin. Na ja ich habe vielleicht noch zehn Euro, aber ich werde morgen etwas essen müssen, das weiß ich jetzt schon. Ja! Ich kann in die Zukunft schauen. Du siehst: Eine Hiobsbotschaft und eine fantastische Offenbarung. Das fetzt gut los hier. Und – so viel sei versprochen, an dieser Stelle Trommelwirbel und so fort – es geht noch besser weiter. Oder vielleicht auch nicht. Das liegt in deinem Ermessen (falls das hier tatsächlich die größte gequirlte Scheiße überhaupt ist, genehmige ich dir hiermit mich freundlichst anzulügen). Jedenfalls ist es so: Ich dachte mir, wenn du schon (noch) kein Geschenk von mir bekommst, dann muss etwas anderes her. Ganz ohne geht nicht. Das widerstrebt irgendwie meinen Grundsätzen bezüglich der …

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Mittelfinger in die Höhe

{Warum nicht} Warum nicht mal ordentlich fluchen? Warum nicht mit dem Fuß aufstapfen und mehrmals “Fotzennuttenhurenscheißkacke” schreien? Warum nicht die ganzen miesen Vibes mal ordentlich rauslassen und die Sprache als Ventil nutzen? Warum nicht das eigene Kopfkissen verprügeln und der Welt kopfüber den Mittelfinger zeigen? Warum immer so brav sein? Warum nicht die Einladungen, die einem das Leben bietet nutzen und mal so richtig abkotzen? Warum nicht toben, abrasten, austicken? Manchmal hat die Welt eben einen Mittelfinger verdient und man selbst hat es verdient, ihn auch zu erheben! Und danach kanns froh und munter weitergehen. Katharsis quasi! Einmal richtig Theater und dann ist allet wieder jut!

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Bei Nacht

{Warum nicht} Komm, wir bauen uns eine Welt in der Welt. Wir zimmern uns einen Zufluchtsort. Wir phantasieren uns eine leuchtendere, weichere, wärmere Welt. Komm, wir türmen ins Anderswo, ins Niemandsland, nach Phantasien.Komm, wir türmen und wir kehren nie wieder zurück.

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Über Grenzen gehen

{Warum nicht} Fred sagt, das Anstregendende daran Grenzen zu überschreiten sei, dass man dabei meistens klettern müsse. Oder springen. Oder sich überhaupt irgendwie bewegen. Es überschreite lieber mentale Grenzen, denn dabei könne man gemütlich im Sessel sitzen oder an der Lampe hängen bleiben. “Man macht sich auch nicht die Hände dreckig”, sagt es. Tja, wo die eigenen Grenzen liegen, die es zu überschreiten gilt, das muss natürlich jeder selber wissen. Aber eins ist sicher: hat man einmal den Arsch hochgekriegt und sich selbst überwunden, ist die Belohnung die Euphorie des Triumphes. “Meine Belohnung ist es, dass ich den Arsch eben nicht hochkriegen musste”, argumentiert Fred wie gewohnt stark. Egal, man darf sich auch von den weisen Worten eines Faultiers nicht abhalten lassen. Also: Warum nicht Grenzen überwinden? Zum Beispiel nachts den Zaun um’s Freibad. Das wäre doch mal ein Anfang!

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Auf Schienen tanzen

{Warum nicht} Auf der Straße tanzen?! Und was heißt hier auf der Straße – es ließe sich doch überall tanzen, wenn man den Mut dazu hätte. Warum nicht den Mut haben?! Warum nicht überall tanzen, immer dann, wenn einem danach ist?! Tanzen ist Ausdruck und Freiheit und Lebensfreude und noch so viel mehr. Aprospros Tanzen: Ich steh drauf, wenn Menschen für etwas brennen. Wenn sie sich mit Leidenschaft, mit Begeisterung, mit Verve einer Sache widmen und bedingungslos dahinter stehen. Die dem alten Traum davon, dass Träume in Erfüllung gehen, neuen Glanz verleihen und den Mythos “you can do it, if you really want” mit neuen Heldengeschichten füttern. Die Tänzer in dem Film First Position sind genau solche Menschen. Sie tanzen über Grenzen, über Vorbehalte und Hindernisse hinweg, scheiß auf blutige Zehen und schmerzende Sehnen.  Sehr berührender und inspirirender Film und wenn auch schon etwas älter, doch sehr empfehlenswert.

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Grimassen

{Warum nicht}Warum nicht jeden Tag vor dem Spiegel Grimassen üben? Warum nicht Meckeropis, fiesen Busfahrern und allen anderen renitenten Nervensägen Fratzen schneiden? Warum nicht Augen verdrehen, am Ohr ziehen und dabei Zunge rausstrecken? Warum nicht vor Freude mit den Ohren wackeln und mit der Nase hupen?Also meine Nase jedenfalls, die kann hupen. Fred sagt, seine könne es nicht mehr, seit es mal darauf gefallen sei. “Ein heftiger Wind hat mich erfasst und fast über die Reling geschleudert. Zum Glück bin ich dann aber doch nur auf die Nase gefallen und nicht ins Meer.” Es verstehe aber ohnehin nicht, was man mit einer hupenden Nase anfangen könne. Mein überzeugtes “Jede Menge” wischt es mit einer Handbewegung weg. Ich glaub, das ist der Neid. Eine hupende Nase, das ist ohne jede Frage eine wahre Bereicherung der sonstigen, standartmäßig vorhandenen Köperfunktionen. Aber was nicht ist, Fred, kann ja immer noch werden!Pce!

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Hands up

{Warum nicht} Warum nicht: Hände in die Luft. Einfach so. Eins, zwei, drei: Hands up. In der U-Bahn. Im Cafe. Auf der Straße. In der Schule. Im Büro. Überall eben, wo einem der Sinn zu steht. Es doch nämlich eigentlich bemerkenswert, dass schon so eine einfach Bewegung als seltsam, ja verrückt vergenommen wird. Einfach nur deswegen, weil der öffentliche Raum so sehr von Ritualen und Gewohnheiten, von Normen und Regeln überzogen ist, dass kaum jemand nach links und rechts ausweicht. Aber Arme hoch, das ist zumindest für ein paar Sekunden aus dem Korsett ausbrechen. Das ist Protest für Sekunden. Warum nicht? [title:// S. smoking and reaching out for the stars]