Monate: Juni 2014

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Perfect Sunday

Wenn ich groß bin, werde ich Sonntagsforscherin. In ausgedehnten Feldforschungsstudien werde ich die Zusammensetzung der perfekten Sonntagsmixtur ergründen. Weil so eine Studie Zeit braucht und so ein Forschungsobjekt intensiv untersucht werden will, ist während der Forschungsphase dann jeder Tag ein Sonntag.   Montag, Dienstag, Mittwoch: Alles Sonntag. Frei nach dem Motto: Sonntag ist, wann immer du willst, dass Sonntag ist. Die oberste Prämisse für einen PS (perfekten Sonntag, klar) ist schnell benannt: freie Zeit. Ein Sonntag ist kein Sonntag, wenn nicht frei ist. Dann ist es nur einer dieser anderen elenden Jammertage. Die freie Zeit gewährleistet nämlich die unterschiedlichsten, den perfekten Sonntag konstituierenden Dinge: Ausschlafen können (aber nicht müssen – müssen ist eh der natürliche Feind des PS) Machen können, was auch immer einem gerade in den Sinn kommt Und ab Punkt zwei, da wird es trickreich. Da fängt die Forschungsarbeit an. Bisher steht Folgendes als Option auf meiner Liste:  Flohmarkt. Nach alten Sachen und in alten Zeiten stöbern und vor allem: Menschen gucken. Und mehr noch: Menschen und ihren alten Kram angucken. Wie kam …

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Mittelfinger in die Höhe

{Warum nicht} Warum nicht mal ordentlich fluchen? Warum nicht mit dem Fuß aufstapfen und mehrmals “Fotzennuttenhurenscheißkacke” schreien? Warum nicht die ganzen miesen Vibes mal ordentlich rauslassen und die Sprache als Ventil nutzen? Warum nicht das eigene Kopfkissen verprügeln und der Welt kopfüber den Mittelfinger zeigen? Warum immer so brav sein? Warum nicht die Einladungen, die einem das Leben bietet nutzen und mal so richtig abkotzen? Warum nicht toben, abrasten, austicken? Manchmal hat die Welt eben einen Mittelfinger verdient und man selbst hat es verdient, ihn auch zu erheben! Und danach kanns froh und munter weitergehen. Katharsis quasi! Einmal richtig Theater und dann ist allet wieder jut!

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Summerjam

Nicht mehr lang, dann gehts los. Ich möchte mich fast dazu versteigen, es als die allerbeste Zeit im Jahr zu titulieren. Bis es endlich losgeht, vertreibe ich mir die Zeit damit, Listen zu schreiben. Zum Beispiel eine Liste der absolut fabelhaften, aber nicht notwendigen Dinge, die es für ein Festival braucht: Eine Luftmatratze Ein Kopfkissen Eine Bettdecke in Jackenform Ein Trampolin Eine Hängematte Ein Fahrrad Eine Gartendusche/ einen aufblasbaren Swimmingpool Marshmallows und Gaskocher  Seifenblasen-/Wasserpistole Ein Schlauchboot Einen Generator Eine Zuckerwattemaschine  Was es hoffentlich nicht braucht, ist ein Regenschirm, wobei ich beim Blick aus dem Fenster nicht sicher sagen kann, ob dieser Wunsch in Erfüllung gehen wird. Es ist herbstlich grau und es nieselt. (Vielleicht hätte ich dem Herbst doch nicht von meiner gelegentlichen Sehnsucht schreiben soll. ). Fred sagt, ich solle noch Faultier auf die Liste schreibe. Es sei nämlich nicht notwendig, aber absolut fabelhaft ein Festivalfaultier als Begleitung zu haben. “Ob dem wirklich so ist, das wird sich noch zeigen”, sage ich. “Deine Mudder wird sich noch zeigen”, sagt Fred, der Witze gerne dann …

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Bei Nacht

{Warum nicht} Komm, wir bauen uns eine Welt in der Welt. Wir zimmern uns einen Zufluchtsort. Wir phantasieren uns eine leuchtendere, weichere, wärmere Welt. Komm, wir türmen ins Anderswo, ins Niemandsland, nach Phantasien.Komm, wir türmen und wir kehren nie wieder zurück.

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Sommer

Es ist Sommer. Zumindest an manchen Tagen. Man soll ja nicht zu viel erwarten, zum Beispiel, dass jetzt jeden Tag Bombenwetter ist, strahlender Sonnenschein und warm genug, um nur im luftigen Maxiröckchen und einem Hängerchen von Top durch die Gegend zu flitzen. Sommer bedeutet halt, jeden dritten Tag gutes Wetter und Zeit für Kleidchen und die zwei Tage dazwischen grauer Himmel, Wind und lieber noch nen Sweater überwerfen. Dafür ist es an den warmen Tagen besonders warm und klebrig schwül. Aber wer meckert schon über das Wetter?  “Alle, die sonst nichts zu meckern haben”, sagt Fred. Das Faultier mag den Sommer aus den unterschiedlichsten Gründen. Zum Beispiel, weil dann keiner mehr reingucken kann, da der Baum vor dem Fenster Blätter trägt. Außerdem steht Fred auf Schweineohren ohne Schokolade und die gibts beim Bäcker nur im Sommer. “Aber das beste sind natürlich die Maxiröcke”, sagt Fred und streckt mir die Zunge raus. Es ist höchst erstaunlich, wie Faultiere so faul und gleichsam so querulant seien können. “Zum Glück ist Sommer, da kannst du rausgehen und mir …

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Hängematte

Zusammen mit Fred die These aufgestellt, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wären alle Menschen im Besitz einer Hängematte und würden dort auch regelmäßig Zeit verbringen. Wo lässt es sich besser abhängen (haha! #wortspieledeluxe)? Nichts bringt Körper und Geist so ins Gleichgewicht wie eine Schaukelpartie im Freien. Da baumelt die Seele, da frohlockt das Gemüt. Mein Modell hat Paps mir vermacht und es nicht nur wegen seiner sonnigen Farbe, sondern auch wegen der Größe eine feine Sache. N. hats gleich mal ausprobiert – farblich passend gekleidet. So muss das! Farbkoordination von Freunden und Möbel ist sowieso ein Anspruch, den man in Zukunf vehement und knallhart erheben sollte. Aber nicht jetzt, jetzt wird rumgehangen und Wolken beoachtet. Wer in der Hängematte hängt, kennt keinen Stress. Wer in der Hängematte hängt, wird weder wissen, wie man das Wort “Zeitdruck” buchstabiert, noch was es bedeutet. Wer in der Hängematte hängt, ist Baus. Fred weiß das. Fred hat immer eine Hängematte dabei. Faultier eben. Die wissen, was gut ist. Und sollte einem das Hängn jemals langweilig werden, kann …

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Trashtree

 Ahoi Sexy! Dinge im Vorraus zu planen – nicht unbedingt meine Stärke.Sich organisieren ist eine dieser Abartigkeiten des Erwachsenseins, die mir einfach nicht liegt. Neuer Trick: Dinge antizyklisch angehen. Mach es wie die Keksindustrie: Denk schon im Sommer an Weihnachten. Fröhliche Weihnacht überall lautet die Parole bei weihnachtlichen 26 Grad draußen. Deswegen schon mal Gedanken über diesjährigen Baumschmuck gemacht. Wäre doch gelacht, wenn die Tanne nicht schon im August fertig geschmückt ist. Mit den Nadeln, das ist eine andere Geschichte. Wird eben ein Nudeweihnachten. Ist dann bestimmt sowieso wieder in. Also: Auf den Kitsch, fertig, los! (Toller Claim. Meisterleistung wieder mal. Fred ruled, my man!)   Liebe Weihnachtsfreunde, keine Lust auf die immer gleiche rot/gold silber/blau Deko? Auf stets runde Kugeln und brave Engelchen? Lasst den Kram doch einfach im Keller. Aber ein nicht geschmückter Weihnachtsbaum ist fast so ist wie gar kein Baum?! Das ist wiederrum auch wahr und deswegen lautet die Parole: Billiges und selbst gemachtes. Das Projekt startet wann immer ihr wollt und endet am 23.12. Dann muss jedes Familien- respektive Weihnachtsfeiermitglied …