Monate: August 2014

Splash, digga

Ein paar Dinger vom Splash. Splash war wie immer ein solides Ding. Warum all die guten Acts auf der Seebühne spielen mussten, ist mir allerdings ein Rätsel. Nichts gegen deren familären Charme. Aber man könnte sich schon fragen, was das über HipHop aussagt, dass Witten Untouchable und Samy und Mega und alle, die kleine Bühne kriegen, während CRO auf der Hauptbühne performt… Na ja, gestänkert werden soll hier nicht und was den Status Quo des HipHop angeht haben sich schon ganz andere Menschen Gedanken gemacht. 1//2// Warten auf den Zug am ältesten Bahnhof Deutschlands. Gleich mal ein paar Promobilder aufgenommen. An die Deutsche Bahn AG: Bei Interesse bitte melden. Wir stellen die Aufnahmen gerne für eine Imagekampagne zur Verfügung.  3//Warten auf den Shuttlebus. 4//5// An den beiden Fotos lässt sich ungefähr die Wartezeit abschätzen. Liebes Splashteam, lieber Busfahrer, lieber Werauchimmerverantwortlichwar: Was war da los? Gut, dass es Mittel und Wege gibt, sich die Zeit zu vertreiben. Zum Beispiel: 6//Ausgestetzte Einkaufswagen photografieren. Dieser hier sucht ein neues Zuhause. Ist ein ganz braver. Und nützlich obendrauf. Mag …

HBK Rundgang

Mehr so das Drumherum, weniger die Ausstellungsstücke selbst. Was nichts über deren Qualiät verrät, eher über meine Konzentrationsfähigkeit oder den Drang oder den Zwang oder nenntesdochwieihrwollt ständig neben den Dingen zu stehen. Nicht auf einer anderen Hochzeit zu tanzen, aber auf jeden Fall neben dem Beat. Ist aber auch einfach schön da. Wär schon wieder am Liebsten eingezogen. Die Größe. Das Licht. Der Blick. Die Farbflecken. Das Chaos in den Ecken. Die alten Sitzmöbel. Selbst das Notausgangschild (auch so ein Thema: Mein Hang zu Piktogrammen…) – ein Traum. Der Flur. Das Holzskateboard (diese Möglichkeiten! Ich seh mich schon durch die Flure pesen!) Hach! Was wäre es schön…  

Kopflos

Die Zeit rast an einem vorbei. Anders eigentlich: Man rast mit der Zeit an der eigenen Zeit vorbei. Das Leben ist ein Prozess. Man ist immer im Wandel. Man findet nie des Rätsels Lösung. Immer nur Teile davon. Aber die Teile eines Rezeptes ergeben noch keinen Kuchen. Und am Ende frohlockt der Tod. Der kommt immer und vielleicht ist er das Ass im Ärmel des Lebens. Ohne rotes Tuch würde der Stier nicht in Raserei verfallen. Keine Zeit, um grüne Bananen zu kaufen. Du musst entscheiden, was du mit diesen paar Jahren, die dir auf diesem Planeten gegeben sind, anfangen willst. Dabei beschleicht dich mal laut, mal leiser das Gefühl, dass diese Frage niemals und vollends und vor allem vollends befriedigend zu lösen ist. Du schwankst und im verzweifelten Versuch herauszufinden, ob du mehr so Beyonce oder mehr so der Dude vom Platz unten bist, der sich schon morgens um Neun seine Ration Bier kauft (oder Korn oder kalten Glühwein (die Entscheidungen hören nie auf!)) verfällst du in eine Art Entscheidungsschockstarre. Das ist nur logisch, …

Es gibt immer so lange etwas nicht, bis einer kommt und es erfindet. Oder: Wie das Faultier zu mir kam.

[Logbuch] Spätestens seit dem Känguru sind (imaginäre) Tierfreunde wieder salonfähig (obwohl sich das Känguru sicher gegen dieses Adjektiv verwehren würde.) Dass sie das sind, war mir eigentlich schon als kleiner Pöks klar. Manchmal, wenn alle anderen gerade doof sind, ist die Phantasie eben der beste Ort und die dort ansässigen Bewohner die besten Freunde. „Klingt, als wärst du ein einsamer Freak gewesen“, sagt Fred, „quatsch mal nicht so rum hier, erzähl lieber die richtige Geschichte. Wie ich wirklich zu dir gekommen bin.“ „Die Ganze?“, frage ich. „Die Ganze“, sagt Fred. Übers Meer. „Hä?“, fragt Fred. Fred kam übers Meer zu mir. „Das ist die ganze Geschichte“, sage ich. „Das ist aber ziemlich runtergebrochen“, beschwert sich das Faultier. „Oder pointiert“, sage ich, „alles eine Sache der Ansicht.“ „Eben noch das Pointierte loben und dann mit einer Sache der Ansicht kommen?“, Fred ist empört, „du alter Frittenpeter, spar nicht an der falschen Stelle. Gib dir mal Mühe jetzt mit meiner Geschichte hier. Das muss doch nach was klingen, sonst denkt jeder, ich bin wirklich imaginär und dass …

Outtakes

Manchmal hat man ein goldenes Händchen. Und manchmal geht alles schief. Da steht man also erwartungsfroh im DM, nach einer langen Woche warten (warum dauert das eigentlich mittlerweile eine Woche?! Das ist mir eindeutig zu lang!), hat sogar zwei Filme entwickeln lassen, öffnet die Taschen und stellt fest: Beide Filme bestehen nahezu nur aus schlechten Aufnahmen. Also aus verwackelten, über-oder unterbelichteten und solchen mit seltsamen Ausschnitt. Herbe Enttäuschung. Hätte ich fast Pippi inne Augen gehabt. Dann aber Tränchen noch mal runtergeschluckt (oder eher: zurückgesogen) und versucht das Posivite zu sehen. Klar, manche Fotos sind echt einfach nur DOOF. Aber ein paar haben ihren ganz eignen Reiz. Gerade weil sie ihre Fehler haben. Undjamankönntejetzteineüberleitungzumlebenimallgemeinenmachenundwarummaneinendickenhaufen aufdasimmermehrzunehmendestrebennachperfektionsetztensollteaberdaslasseichmallieberandieserstelle. -Over and out –