Monate: September 2015

Guess who’s back?

Das Schreiben ist zurück. Es hat gute Laune, es ist voller Tatendrang. Es sagt: Komm, wir scheißen auf die Anderen. Haben wir doch sonst auch immer gemacht. Es sagt: Jawohl, wir gehen es an. Es sagt: Wir müssen uns zusammenraufen, sonst gehen wir unter. Es hat Recht. Die Zeit ohne es war anstrengend, zermürbend, deprimierend. Zu viel gegrübelt, zu viel in Frage gestellt. Wenn das Schreiben wankt, wankt alles. Pathos, vielleicht. Nur: Es muss etwas geben. Der Geist braucht Verankerung. Träume sind kein unnötiger Firlefanz und Hoffnung nicht bloß ein Schmuck- sondern Kernstück unserer Existenz. Wer alle Hoffnung und Träume verloren, verlegt oder verraten hat, dessen Geist muss zwangsläufig den Halt verlieren. Es grüßt der Wahnsinn. Er lächelt dabei zuckersüß. Ist sehr nah. Keinen Meter entfernt. Schert sich nicht um Komfortzonen und dergleichen, liebt die Nähe, will intim werden. „Wir wären ein schönes Paar“, sagt er und „Willkommen am Abgrund“. Dort, wo er hindeutet – unten, oben, hier – dort wirbelt es, es tut sich ein Spalt auf, Gischt und Strudel. Springen erscheint ganz leicht, …