Monate: Juni 2016

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24//06//2016

Was kann man eigentlich tun in dieser Welt, die einem von Tag zu Tag immer fremder erscheint? Was kann man einer Entwicklung entgegenstellen, die in eine Richtung geht, die man sich in seinen schlimmsten Träumen nicht ausgemalt hätte? Was macht man mit dieser Ungewissheit, mit der Angst, dass alles immer düsterer wird, kälter, unwirtlicher? Wie geht man um mit dem Gefühl, dass die schrecklichsten aller Geister auferstehen und durch die Länder wüten und sie zu etwas machen, womit man nichts zu tun haben möchte? Wie reißt man das Ruder rum? Es schleicht sich ein Gefühl der Ohnmacht ein. Als müsse man das jetzt einfach aushalten, als könne man gar nicht tun, als zählten die eigenen Vorstellungen nichts. Als seien sie ohnehin unrealistisch, verklärt, naiv. Dabei ist das Gegenteil der Fall, daran glaube ich fest. Ich glaube an die Liebe. Ich glaube an die Freiheit. Ich glaube an die Grenzlosigkeit. Ich glaube an die Machtlosigkeit (als etwas Gutes). Ich glaube daran, dass man Ängsten anders begegnen kann, anders begegnen muss als mit Hass. Und ich glaube, …

keinechancefürscheiße

No, No, No.

„Ich vermisse meine Freunde“, sagt das Faultier. „Ich auch“, sage ich. „So gefällt mir das alles nicht“, sagt das Faultier, „alles schön und hell hier, aber in meinem Inneren schaut es dunkel aus.“ „Oh“, sage ich, „solche Töne von dir?“ „Ich mag ja flapsig sein manchmal, aber ich habe auch ein Inneres.“ Das Faultier verschränkt die Arme. „Was tun?“, frage ich. „Eingestehen, dass alles eine Scheißidee war und die Sache wieder rückgängig machen. „Ach“, sage ich, „gib dem Ganzen doch noch eine Chance.“ „Keine Chance für Scheiße“, sagt das Faultier. Ich nicke, weil es Recht hat. „Also alles wieder rückgängig?“ „Auch sich wieder umzudrehen ist von der Gegenwart her gesehen eine Vorwärtsbewegung.“ „Na dann.“ „Geile Scheiße!“, jubiliert das Faultier und zieht einen Rucksack unter dem Bett hervor. „Meine Sachen sind gepackt“, sagt es, „komm, gehen wir nach Hause!“

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Leckerschmecker Holland

Urlaub? Abhängen? Nichts als chillen? Nix für uns! Ohne Arbeit fühlen wir uns leer und verloren, Nichtstun ist nicht auszuhalten. Deswegen haben wir den Aufenthalt in Holland für das Abarbeiten wichtiger Punkte auf unseren To-do-Listen genutzt. Endlich konnten wir brennende Fragen klären wie: Ist der günstige Sparkling Eistee so gut wie das Markenprodukt? Schmeckt eigentlich dieser Kuchen aus den netten Pappverpackungen? Wie süß muss eine Limo sein, damit sie so richtig eklig ist? Und nicht zuletzt: Welche Streusel sind die Besten? Um all das herauszufinden haben wir weder Kosten noch Mühe noch dicke Bäuche gescheut und präsentieren jetzt unseren Holland Gourmetführer. Ihr erfahrt alles Wichtige über nach dem Zufallsprinzip und spontaner persönlicher Neigung ausgesuchter Produkte. Zum Beispiel wie uns das Design gefallen hat. Oder ob es einen WOW-Faktor gab (also wie sehr uns das Produkt überrascht hat). Und, klar, auch wie es so schmeckt. In diesem Sinne: Guten Appetit. Mango Juice Der oben von Jesusverschnitt präsentierte Mangojuice macht den Anfang und bekommt für den WOW-Faktor 4,8, das Design 4 und den Geschmack 7 Punkte. Hätte …

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Holland.

Wir waren in Holland. Diesem kleinen netten Land wo alle ganz entspannt bei 130 über die Autobahn tuckern, die Streusel vielfältiger sind und das Gras grüner. Mit den kleinen Häusern und den großen Parkgebühren. Aber natürlich waren wir nicht einfach so da, um die Nase in die Meeresbrise zu halten und die Seele baumeln zu lassen. Oder etwa um uns mit Pommes vollzustopfen, nachdem wir die vielen kleinen Second-Hand-Läden leergeräumt haben. Oder um den lieben langen Tag in der Sonne zu brutzeln, weil auf einmal und plötzlich Sommer war. Vermutlich die einzigen paar Tage, wenn man das Wetter draußen jetzt so betrachtet. NEIN! Wir haben richtig was geleistet vor Ort, man kann kaum noch von Urlaub sprechen, so fleißig waren wir, man muss wirklich eher Geschäftsreise sagen. Denn wir haben live und direkt und ohne Skrupel nicht nur einen Gourmetessenstest gemacht, sondern auch die heißesten Campingsplatzlooks, die Trendteile des Zeltens gespottet und sofort authentisch in Szene gesetzt. Also bitte, denkt nicht, wir hätten nur ein paar mickrige Fotos in petto oder bloß dieses zauberhafte mit …

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27//05//2016

-Wie das Gefühl sich die Intuition abzutrainieren oder abtrainieren zu sollen mich total blockiert. Wie alles, was ich bewusst konstruiere sich wie eine Lüge anfühlt. Wie ich also wieder lernen muss, mich dazu anzuhalten, intuitiv zu handeln. Was für ein Wahnsinn. – “Wir haben zu spielen.” Es ist doch total unmögich, alles ernst zu nehmen. -Es ist so eine Unverschämtheit, das es scheitert zwischen Menschen, obwohl man es doch will. Oder wollte. Und dann vermisst man plötzlich, zwischendurch, mit voller Wucht. Risse im Alltag. Allein darüf muss man schon wieder lieben. Für die Risse. -Menschen, Menschen, Menschen. Wenn man zu viel Zeit mit ihnen verbringt, weiß man wieder, warum man das nicht wollte. -Nach einem Tag allein und der Ruhe des Bei-sich-selbst-seins fühlt sich alles so wohlig an. Wie nach einem Tag in der Sonne in die Kühle der Wohnung kommen. -Jemand erzählt, was über mich erzählt wurde. Ich kann es nicht leiden und keinen Abstand halten. Versuche es mit Säten, die ich mir vorbete. Wichtig ist nur, was du von dir denkst. Es taugt …