Monate: Juli 2016

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Living life golden

Es gibt so ne Alben und solchne Alben und noch ganze andere. So ne Alben, da kommen so ein zwei Tracks richtig fett, ein paar sind ganz nice und der Rest eher mau. Dann sind da solchne Alben, die mag man überhaupt nicht. Und die ganz anderen? Die ganze anderen sind feinste Perlen, höchster Hörgenuss, jeder Track ein Treffer und dein Herz hüpft im Beat. Alles stimmt und das Ding läuft auf Dauerschleife. Alben dieser Art passieren nicht jeden Tag, auch nicht jeden zweiten. Sie kommen selten, aber wenn, dann schlagen sie richtig ein. Und für einige Tage beginnt man jedes Mal zu schweben, wenn der Beat einsetzt. Elliphants Album LIVING LIFE GOLDEN ist so ein Album. Für mich definitiv ihr Bestes bisher. Der Name ist Programm, denn beim Hören legt sich eine feine Schicht Gold über das eigene Leben, beginnt alles zu schimmern und in der Sonne zu funkeln. Genau so ein Album ist das. Es serviert dir von vorne bis hinten goldenen Schimmer und macht jeden Moment erhabener. Egal, ob du gerade auf …

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Monkey Man/ Erfahrungsbericht.

Sonntagmorgen. Katerkopf. Die letzte Nacht schmerzt bis in den kleinen Zeh, der Atem riecht wie eine Schnapsfabrik und selbst mit den Nasenflügeln zu wackeln tut weh. Was tun? Weiterschlafen? Konterbier trinken? Den Kopf über die Toilette hängen? Alles schön und gut. Aber das wirklich wahre, einzig hilfreiche Mittel lautet: Hochseilgarten. Was gelogen ist. Total gelogen. Es gibt ungefähr nichts Schlimmeres. Deswegen musste mein guter Freund N. nach der ersten Route aufgeben und während des Kletterns davor tapfer runterschlucken, was sich seinen Weg nach draußen zu bahnen drohte. Überhaupt ist das ja auch ganz unverantwortlich und man sollte stets ganz nüchtern klettern. Echt jetzt, ist doch klar und eh, wer ist so unmenschlich und überredet Menschen am Sonntagmorgen zum Klettern? Ich. Weil es furchtbar lustig ist, sie über die Bretter stokeln und verzweifelt an den Seilen hängen zu sehen, während man selber beim Rutschen auf den Knie merkt wie verdammt alt man doch geworden ist. Anblicke und Erkenntnisse, die es einen fast vergessen machen wie teuer der Spaß doch ist. Das ist nämlich echt ein Manko. …

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Zürich

Menschen, die ich Pfeife rauchen sah: 1 Menschen mit Strohhüten, die ich sah: 12 Augenblicke in denen ich dachte “Verdammt, wie schön ist diese Stadt?”: zu viele für eine Strichliste – Alles ist so schön, dass es schon wieder kühl erscheint. Glatt und klar wie das Wasser der vielen Brunnen. – Ein Schwindel und eine Schwere. Drückende Müdigkeit. Die Augenlider wollen zu und der Kopf in einer ruckartigen Bewegung nach vorne fallen. – Im kühlen Luftstrom der Klimaanlage vor einem Einführungstext zu Francis Picaba auf dem kühlen Museumsboden im dezenten Kunstlicht fühle ich mich wieder frischer, weniger krank und so als könne ich selber hier sehr alt werden, konservatorisch gut aufgehoben. – Ich belausche die Menschen und bestaune sie. Bin Voyeur. Fühle mich viel weiter von zuhause entfernt als sechs Stunden Zugfahrt. – Es scheint, als brodle es unter der Oberfläche. – Zitate, die ich mochte: “Ich bin weder Maler, noch Literat, noch Spanier, noch Kubaner, noch Amerikaner (…), noch Dada. Ich bin lebendig.” (Francis Picaba) “Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung …