Monate: Januar 2017

Über die Angst

Ich habe in einem Photographiearchiv eine Photographie gefunden. Man sieht darauf fünf herausgeputzte Menschen an einen eingedeckten Tisch. Das Zimmer – möglicherweise Teil einer Gaststätte? – ist mit Tannengrün dekoriert. Und Hakenkreuzen. Zwei auf Fahnen und einer als Aufsteller auf dem Tisch. Ein Hakenkreuztischaufsteller. Und drum herum sitzen die Damen und Herren und trinken ihren Wein und essen ihr Essen. Diese Photographie ist die Manifestation meiner grausigsten Alpträume. Sie ist Abbild all dessen von dem ich mir wünsche, dass es nie mehr sein wird und von dem ich befürchte, dass es doch noch einmal möglich ist. Was für ein Schaudern, was für ein Grauen es in einem auslöst, wenn man dieses Photo anblickt und dann die Lage der Welt und des eigenen Landes betrachtet. Wenn man sich nicht beruhigend sagen kann: Ja, aber das wird nie wieder passieren. Sondern sich bloß Mut zusprechen kann, indem sich selbst zum Dagegen kämpfen aufruft, indem man sich sagt: Ich will alles mir Menschenmögliche tun, um zu verhindern, dass es wieder passiert. Das was passiert? Dass das Böse, das …

Dez 2016 München/Tegernsee

Zwischen Weihnachten und Neujahr sind wir (Mama, Papa, Lasse, Hund + ich) mal wieder in München gewesen. Auf dem Programm: Unsere Standard Shoppingtour (die Papa und Lasse sehr tapfer ertragen haben), lecker Essen und einen Tagestrip an den Tegernsee. Da wir alle eigentlich nicht so die großen Wanderer sind und unserer Hund leider auch nicht wirklich gesellschaftsfähig ist (sehr lebhafter Labrador, der jeden freudig anspringt, der ihm entgegen kommt) hat mein Vater vorab eine „kurze Anfängerroute mit bestem Blick auf den See“ herausgesucht. Bei Traumwetter ging’s dann oberhalb des Tegernsees durch Wald und Wiesen – wirklich super schön!