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13//08//2016

Wie alles anders ist und manches schön und manches so grausam beschissen, dass es einem den Atem raubt.

Vieles scheint für immer verloren und verloren auch die Kraft oder der Wille oder beides um daran etwas zu ändern.

Ach, diese Stadt.

An manchen Tagen bin ich mindestens 94 und das auf die schlechte Art.

Man klammert sich ja regelrecht an den „Frieden“, daran, dass jetzt gerade hier alles gut ist. Man klammert sich an eine Illusion. Daran, dass sich die eigene Welt vom Rest der Welt abspalten ließe.

Manchmal fragt man sich, was man Leben noch zu erwarten hat und vermisst in einem melancholieverseuchten Moment die Jugend. Als wäre es jemals einmal anders gewesen, als wäre einem die Welt früher ständig wie ein verheißungsvoller Ort erschienen.

Der Irrglaube alles verdichte sich, obwohl es gerade dabei ist zu verpuffen.

Auf einer Baustelle zu arbeiten tut ertaunlich gut. Endlich mal wirklich etwas machen, etwas, das man sieht und nicht bloß vor dem Bildschirm hocken und Dinge tun, die außerhalb dessen vollkommen nichtig sind. Wenn man aber die Wand rausreißt ist dort keine Wand mehr. Tatsächlich.

Überall Menschen aus der Vergangenheit treffen und überhaupt die Vergangenheit, die überall so präsent ist und keinen Rückzugsort mehr lässt.

25 ist ein höchstseltsames Alter. Oder eine höchstseltsames Phase in meinem Leben fällt auf die 25.

Milchhörnchen und ihre unprätentiöse Art der Poesie.

Kopf verdreht, Herz verloren, mehr als einmal. Erinnerungen.

Zwischen den Zeilen der Stadt steht so viel über Freiheit und Eigenständigkeit, dass sich sofort mit dem Einfahren in den Bahnhof Leichtigkeit einstellt.

Was gut ist: zu lachen trotz all der Dinge, die in der Zwischenzeit geschehen sind.

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