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Um’s Eck II

 

Neulich auf dem Weg zum alten Mann entdeckt: Es wird ist Frühling. Es grünt und blüht und sprießt und die Sonne kündet von Tagen, an denen schlecht deodorierte Menschen sich in überfüllte Straßenbahn quetschen (man kann der aufkeimenden guten Laune und der Unternehmungslust der Menschen nur mit Pessimismus und Übellaunigkeit etwas entgegensetzen, sonst wird man davon aufgesogen und macht nichts anderes mehr als halbnackt im Park zu tanzen, in Hängematten zu hängen und Erdbeeren zu dinieren und muss dann im Herbst erschrocken feststellen, nichts, aber auch gar nichts gemacht zu haben. Da bleibt dann nur zu hoffen, dass die Kurse des Sommersemester auch im Wintersemester angeboten werden. toi toi toi )

Fred zeigte sich angesichts diese Nachricht wenig begeistert.

„Es mag untypisch klingen für ein Faultier“, sagte das Faultier, „aber im Winter, da ist was los auf See, da hat man was zu tun, da kämpft man gegen Wind und Wellen. Im Frühling hört das auf. Keine steife Brise weit und breit. Nur laue Lüftchen. Das ist mir zu langweilig. Ich steche erst wieder in See, wenn die ersten Flocken fallen.“
Ich fragte, warum er dann noch seine Mütze trage.
„Ein Kapitän ist immer ein Kapitän, auch an Land“, klärte Fred mich mit strengem Blick auf, legte sich in seinen Lieblingssessel und schloss die Augen.
„Außerdem“, murmelte es irgendwann, „kann ich mir die Mütze zu Abdunklungszwecken über das Gesicht ziehen.“
Was wahrscheinlich das Beste Argument für Mützen im Frühling und Sommer ist, das ich seit langem gehört habe.
-Over and out-

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