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Liebe

Babydoll!

Hier eine Liste der Gründe, warum du eine Granate bist und ich eine Granate für dich fangen würde und was dich zur weltbesten Mitbewoherin macht (#nochlangnichtalles)

[1] Du machst Haufen. Haufen aus meinem Chaos. Wenn es dir zu bunt wird stapelst du all mein verstreutes Zeug auf zu einem großen Berg. Den muss ich dann nur noch nehmen und in mein Zimmer transportieren.
[2] Du kannst kochen. Ich nicht. Du kannst auch vorrausschauend einkaufen. Ich nicht. Ohne dich wäre ich längst verhungert oder als Folge ständigen Junkfoodkonsums an Adipositas erkrankt.
[3]Du bist ein Morgenmuffel. Ich auch. Sich morgens um halb acht im Wohnzimmer zu begegnen und erst mal ordentlich motzen – das ist wahre Verbundenheit. Und mit dem Wissen, dass du genauso grummelig bist, wie ich, kann ich den Tag viel besser überstehen.
[4]Du hast eine Flatrate. Extra für mein Netz. Mit der rufst du an. Wann immer du gerade ein paar Minuten frei hast. Oder du schreibst SMS. Obwohl wir nicht die gleichen Studiengänge oder den gleichen Arbeitsplatz haben, wir rocken die Tage zusammen. Jeden Tag. Egal, ob was Blödes und was Grandioses passiert: Wir teilen das Gute und das Schlechte.
[5]Du hasst Wäsche waschen. Ich hasse Geschirrspülen. Wäsche waschen hingegen finde ich super. Also machst du das Geschirr und ich unsere Wäsche. Unsere Kompetenzen sind kompatibel wie nichts.
[6]Du guckst Grey’s Anatomy mit mir. Die ganzen neun Staffeln. Du nennst das ein Projekt. Und es ist dir ernst damit. Obwohl wir sowieso schon jede Szene auswendig kennen, verbringen wir ganze Abende und Wochenende damit, Derek und Alex und Marc anzuschmachten. Und die Fahrstuhlszene, die Fahrstuhlszene spulst du jedes Mal zurück. Seit wir mit sechzehn das erste Grey’s Anatomy geguckt haben.
[7] Mit dir kann ich Typen hinter gucken, als wären sie zu nichts als unserem ästhetischen Genuss da. Dabei lässt du Sprüche ab, die jeden südländischen Macho vor Neid erblassen lassen würden.
[8] Du bist für mich da. Auch nachts. Wenn ich Kummer habe oder mich Sorgen plagen und ich nicht einschlafen kann: Deine Tür steht mir offen. Ich darf dich zu jeder Tages- und Nachtzeit wecken, du darfst mich zu jeder Tages- und Nachtzeit wecken. So ist der Deal und der Deal ist gut.
[9] Du unterstützt mich auch dann, wenn alle anderen mich längst an den Wahnsinn verloren glauben. Egal, ob es um die Liebe oder die Zukunft oder meinen Lookbookaccount geht. Du begegnest den Dingen offen und ehrlich.
[10] Und du redet über Dinge offen und ehrlich. Bevor wir zusammen gezogen sind, war ich eher der Typ, der Probleme in sich hinein frisst. Der  sich (trotzig) in sich selbst zurück zieht und dort traurig schmollt. Mit dir habe ich gelernt, wie viel leichter es die Dinge macht, wenn man darüber redet – und darüber lacht.
[11]Apropos Lachen:  Du bist albern. So richtig schön übertrieben albern. Manchmal müssen wir so lachen, dass alle andern nur noch genervt sind. Was uns nicht stört, weil wir in diesen Moment unbesiegbar sind. Weil wir wissen, was die anderen nicht wissen: Dass es manchmal nichts Besseres gibt, als kindisch zu sein und Bauchschmerzen vom Lachen zu bekommen.
[12] Du bist genauso so unmotiviert, was Sport anbelangt, wie ich. Was gut ist, weil es mir nur ein schlechtes Gewissen machen würde, wärst so eine durchtrainierte Sportkanone. Außerdem ist es ein grandioses Gefühl statt zum Sport zu gehen, gemeinsam auf dem Sofa sitzen zu bleiben, Popcorn zu
essen und noch eine Runde Grey’s Anatomy zu gucken. Wir sind halt richtige Bad Girls. Außerdem: He, alle vier Wochen schaffen wir es doch zum Yoga!
[13] Manchmal leihst du mir dein Nackenkissen, das sich der Kopfform anpasst und besonders bequem ist. Okay, ich mopse es. Aber du protestierst nicht. Das ist fast das Gleiche.
[14] Du hast Angst, wenn im Treppenhaus mal wieder das Licht ausgefallen ist und du im Dunklen hochstiefeln musst. Du rufst dann an. Was ich verstehen kann. Es ist wie das Kellertreppegefühl aus Kindheitstagen. Also rufe ich dich auch an. Wenn es dunkel ist im Treppenhaus. Bis man oben ist und die Tür aufmacht.  Telefonischer Safety Guard sozusagen.
[15] Du hast Pläne für die Zukunft. Sie lauten: Möglichst schnell Rentner werden und mit mir gemeinsam den ganzen Tag aus dem Fenster glotzen und Menschen beobachten. Außerdem jede Menge Kiffen. Im Alter ist alles erlaubt. Im Alter geben wir uns nur noch die Kante. Du hast nicht nur Pläne, du hast Spitzenpläne.
[16] Wir brauchen keine Putzpläne, keine eigenen Kühlschränkfächer und keine „Fass das ja nicht an“-Post-It’s.
[17]Du liebst Listen.
[18]Und hasst Fruchtfliegen. Den Kampf gegen sie führst du mit unerbittlicher Härte. Und dem Staubsauer. Und Fliegenfallen. Aus dem Drogeriemarkt. Aus Omas Trickkiste. Selbstausgedachte. Du bist nicht kleinzukriegen. Genauso wenig wie die Fruchtfliegen.
[19] Du hast diesen Zettel an unsere Wohnungstür gehängt. „We are more than friends. We are like a really small gang“, steht da drauf. So kann man das sagen. Im Falle eines Falles würde ich mir auch eine Sturmmaske überziehen und eine Bank für dich ausrauben.
[20] Ich habe ein T-Shirt auf dem steht: „Crew love ist true love“. Ohne dich wäre dieser Spruch nur eine Farce. Weil es dich gibt, kann es auch dieses T-Shirt geben
[21] Du machst schwere Zeiten leichter, Schmerz erträglicher und gute Zeiten noch funkelnder. Ohne dich wäre es nicht die gleiche grandiose Zeit, die es ist. Ohne dich wäre es nur irgendeine Zeit. Du machst diese Wohnung zu meinem Zuhause und diese Stadt zu meiner Stadt.
[22] Du hast von jeder Socke eine Zweite, anders als ich, und also kann ich mich, wann immer es mir nach einem gleichen Paar Söckchen gelüstet, in deine Schublade greifen und mich bedienen. Und du bist nicht sauer oder dergleichen, sondern freust dich. Wenn Socken teilen nicht wahre Liebe ist, was dann?
[23]We are more than friends. We are like a really small gang.

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