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Blaupause

Nicht das Faultier. Aber eine artverwandte Gattung: Die kleine Schwester

[Logbuch]
„Eh“, sagt das Faultier, „du schreibst in letzter Zeit ständig so ernste Sachen.“
„Ja“, sage ich, „ich lese zu viel Zeitung. Da kommt schon morgens schlechte Stimmung auf und ich werde das Gefühl nicht los, dass die Maya doch Recht hatten mit ihrer Weltuntergangsprognose. Sie haben sich nur um ein par Jährchen vertan. Was ja mal passieren kann bei so einer komplexen Rechnung.“
„Schön und gut, also ja eigentlich nicht, aber auf jeden Fall – Welteruntergangsstimmung hin oder her – ich fühle mich vernachlässigt.“
„Ja, ich kann mich bloß so schlecht lösen von all dem Trübsal.“
„Trübsal macht trübsinnig. Deswegen ist es gerade wichtig sich auch mit was Schönem zu beschäftigen und darüber zu schreiben. Über mich zum Beispiel. Wie ich auf dem fliegendem Teppich durch die Nacht düse und Farbbomben auf graue Fassaden werfe. Oder wie ich im Einhornkostüm durch die Gegend tanze und singe. Oder einfach nur auf deinem Kopf sitze und ihn dir massiere.“
„Du sitzt immer nur da. Aber ans Massieren kann ich mich nicht erinnern.“
„Wie auch immer! Selbst das ist doch ganz fabelhaft. Jeder sollte ein Faultier auf dem Kopf sitzen haben!“

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