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Bachelortagebuch II

Überall Bücher. Auf dem Tisch, auf dem Fußboden, im Bett. Schlafe dazwischen, esse dazwischen, lebe dazwischen. Besser wäre, ich würde darin leben. Aber weil ich die ganzen Bücher ausgeliehen habe, kommt es mir schon so vor, als hätte ich super viel geschafft. Dieser Trugschluss ist der beste Freund der Prokrastination. So nach dem Motto: Jetzt erstmal erholen. Ich habe schon so viel geschafft…

Jedes Mal wieder, wenn ich auf die Bib zulaufe, mein Erstaunen ob ihrer exorbitanten Häßlichkeit. Die Ästhetik des Architekten ist und bleibt ein Faszinosum. Darüber sollte mal jemand eine Bachelorarbeit schreiben. Dieser Waschbeton, dieser fleckige orange Teppich, dieses Schwerfällige des Baus. Und ich glaube, in der ersten Etage hat jemand von außen gegen des Fenster geschissen. Es sieht zumindest so aus. Und ich frage mich: WIE?

Highlight des Tages: Pizza Magaritha für 2,80 Euro (Die Kleine).  Der Pizzabäcker guckt auf seinem Tablet eine Serie und scheint dabei sichtlich Spaß zu haben. Zumindest lacht er laut und ausgiebig. Spiele mit dem Gedanken Pizzabäckerin zu werden. Überhaupt häufen sich derartige Fluchtgedanken: Markthändlerin, Kellnerin, Harzt IVlerin.

Wenn der Gang zur Toilette dir zu einer willkommenen Abwechslung wird – dann weißt du, etwas stimmt nicht mit dem, was du machst. Es ist nicht das Richtige. Diesselbe Aussage lässt sich auch davon ableiten, wenn das Witzigste deines ganzen Tages war, Grimassenspiegelselfies auf dem Klo zu schießen. #holtmichhierraus

Wenn man Glück hat (sehr viel) kommt mal ein hübscher Augenschmaus vorbei. Ansonsten ist es ganz erbaulich, dass die Anderen ebenfalls leiden müssen. Aber: Noch erbaulicher wäre es hier zu sitzen und NICHTS tun zu müssen.

Der Sicherheitsmann guckt mich seltsam an. Warum? Liegt es an meiner Kapuze über dem Dutt? Ja, das sieht komisch aus, aber mir ist kalt. Ist das Bedauern oder Mitleid?
He! Ich trage immerhin frische Klamotten und habe geduscht. So what?
(Vermutlich dünste ich aus jeder Pore mein Selbstmitleid)

Statt zu arbeiten mache ich im Kopf eine Liste mit Dingen, die ich nach dem Bachelor machen kann.

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