Alle Artikel mit dem Schlagwort: Berlin

Living life golden

Es gibt so ne Alben und solchne Alben und noch ganze andere. So ne Alben, da kommen so ein zwei Tracks richtig fett, ein paar sind ganz nice und der Rest eher mau. Dann sind da solchne Alben, die mag man überhaupt nicht. Und die ganz anderen? Die ganze anderen sind feinste Perlen, höchster Hörgenuss, jeder Track ein Treffer und dein Herz hüpft im Beat. Alles stimmt und das Ding läuft auf Dauerschleife. Alben dieser Art passieren nicht jeden Tag, auch nicht jeden zweiten. Sie kommen selten, aber wenn, dann schlagen sie richtig ein. Und für einige Tage beginnt man jedes Mal zu schweben, wenn der Beat einsetzt. Elliphants Album LIVING LIFE GOLDEN ist so ein Album. Für mich definitiv ihr Bestes bisher. Der Name ist Programm, denn beim Hören legt sich eine feine Schicht Gold über das eigene Leben, beginnt alles zu schimmern und in der Sonne zu funkeln. Genau so ein Album ist das. Es serviert dir von vorne bis hinten goldenen Schimmer und macht jeden Moment erhabener. Egal, ob du gerade auf …

Hands up

{Warum nicht} Warum nicht: Hände in die Luft. Einfach so. Eins, zwei, drei: Hands up. In der U-Bahn. Im Cafe. Auf der Straße. In der Schule. Im Büro. Überall eben, wo einem der Sinn zu steht. Es doch nämlich eigentlich bemerkenswert, dass schon so eine einfach Bewegung als seltsam, ja verrückt vergenommen wird. Einfach nur deswegen, weil der öffentliche Raum so sehr von Ritualen und Gewohnheiten, von Normen und Regeln überzogen ist, dass kaum jemand nach links und rechts ausweicht. Aber Arme hoch, das ist zumindest für ein paar Sekunden aus dem Korsett ausbrechen. Das ist Protest für Sekunden. Warum nicht? [title:// S. smoking and reaching out for the stars]

Photoautomat Berlin

Tage in Berlin: Modulor. Prinzessinengarten. Moritzplatz. Zeit vertreiben. Schlendern. Der Mann, der mir den Automaten erklärt, scheint öfters Fotos von sich zu machen. Er trägt Bart und eine verwaschene Cap zum Fototermin. Das herbe Derbe der Stadt. Der Sisalteppich im Treppenhaus. Der seltsame Geruch in der Küche. Gemüsedöner und jeden Morgen Kaffee im Pappbecher. Der Springbrungen mit der Riesenfontäne vor der Tür. Karl Marx Cafe. Abgelaufene Donuts, aber sehr nette Gespräche. Nachts am Ostbahnhof. Yaam. An der Spree sitzen. Menschen gucken. So viele Menschen. Die Katzen auf dem Hausflur. Blutflecken im Aufzug. Kochbananen. -Over and out-

Berlin

    Berlin, Berlin, Berlin. Sehnsuchtsort der verzweifelten Seelen, die sich selbst irgendwann verloren haben und hoffen, sich hier wieder zu finden. Oder ganz unterzugehen. Aber auch: gutes Revier für Streifzüge. Umherstreifen, die Augen groß, das Herz weit. Alles aufsaugen. Jede Sekunde jede Menge eindrücke. Synapsen auf Hochleistung.