Alle Artikel mit dem Schlagwort: Schreiberling sein

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  Klikk auf das Bild (Bild via Porombkas Twitter) Heute mal watt zum Sinnieren. „Ökologie der Kreativität“ von Stephan Porombka. Der leider, leider, leider meine Uni verlassen hat, um in Berlin zu lehren. Deswegen muss ich manchmal fast ein bisschen weinen. Oder mit dem Gedanken spielen nach Berlin zu ziehen. Jedenfalls: Bedauern. Aber hin und wieder hat man Glück und ein solcher Vortrag findet sich im Internet.  <3

Arsch auf Grundeis

Alle Bilder von Melis Sivasli Arsch auf Grundeis.  Hinter der Bühne tanzen sie. Ich nicht. Ich bin schon froh, dass ich mich noch auf den Beinen halten kann. Wünsche mir inständig und quasi als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk eine „bad-ass-nichts-kann-mich-schocken-cold-as-ice-attitude“. Sie kommt nicht. Offensichtlich hat der Weihnachtsmann gerade besseres zu tun. Stattdessen nehme ich alle zwei Sekunden einen Schluck Wasser, aber statt dass mein Mund aufhört trocken zu sein, bekomme ich nur Angst gleich ganz dringend auf die Toilette zu müssen und genau deswegen meinen Auftritt zu verpassen. Ich lehne mich an die Heizung und drücke meine Hand gegen die Brust, damit mein Herz nicht vor Aufregung raushüpft. Während ich noch überlege, ob es gut wäre, wenn ich anfangen würde – jetzt sofort – harten Alkohol zu konsumieren und ob ich mir dafür einen Flachmann zulegen sollte, sagen sie mich an. Also: Backen zusammen kneifen und raus da. Erste Feststellung: Das Gute am Spotlight ist, dass man das Publikum nicht sehen kann. Zweite Feststellung: Niemand bewirft mich mit Tomaten. Dritte Feststellung: Es ist schön hier zu stehen …

Babääm

Die erste Lesung. Ein Gefühl wie. Ne. Kein Vergleich. Ein ganz eigenes Gefühl. Da vorne stehen und deinen Texte lesen und die Leute hören dir zu. Lauschen deiner Stimme, die vorträgt, was du geschrieben hast. Babäm. Das ist Herzklopfen und wunderschön und furchtbar und gleich-bricht-die Stimme-weg-Befürchtung und Jubelschreie im Herzen und einfach wahnsinnig wundervoll (obwohl Vorträge mir wirklich Angst machen. Deswegen habe ich mich auch nicht getraut ins Publikum zu schauen) Und das Gefühl danach? Wie ist es so, das erste Mal einen eigenen Text vor Publikum gelesen zu haben? Habe die Antwort getanzt. Muss meinen Fame jetzt ausweiten. Werde demnächste Profitänzerin. Habe den Flow. Ich weiß es! Keine Widerrede.

Übers Schreiben schreiben

  Illustration von JMB. Für mehr klickt hier Schreiben oder nicht schreiben? Das ist nicht die Frage. Warum schreiben? Das ist nicht die Frage.* Wie schreiben – das ist die Frage. Immer und immer und immer wieder und zudem in mehrerlei Hinsicht. Da wäre einmal wie schreiben im Sinne von was schreiben und das Was auf welche Art schreiben. Welcher Inhalt und welche Form. Da wäre außerdem wie schreiben im Sinne  von wo und unter welchen Umständen und mit welchen Hilfsmitteln. Und natürlich auch auf welche Art und Weise: Mit Konzept oder ohne, einfach drauf los oder wohlüberlegt, einmal runtergefetzt oder tausende Überarbeitungen. Dann das Wie im Sinne welchen Mediums. Online oder offline, Buch oder Blog, Flugblatt, Zeitschrift, Toilettentür. Wie auch als Frage nach dem anderen Modus operandi: Hauptberuflich, nebenberuflich, als Hobby. Obwohl einem das als komische Frage erscheinen mag, denn Schreiben als Beruf abgeleitet von Berufung – das klingt viel zu amtlich, so nach etwas von außen Legitimiertem und das ist es ja erstmal nie (und man kann es zwar so einordnen, aber es …